Projekt Positive Leadership
                


NEWSLETTER#6

Das Neueste zum Thema. Aktuelles zum Projekt.
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Was macht die Pandemie mit der Gleichbehandlung der Geschlechter?
Neustrelitz, im April 2020. Wir sind nach wie vor mitten in der Pandemie und die damit verbundenen Herausforderungen fordern uns alle – sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext.
In diesem Newsletter haben wir für Sie unterschiedliche Themen rund um die Gleichbehandlung der Geschlechter zusammengefasst. Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf die Gleichstellung – fallen wir in alte Muster zurück? Welche Mythen zur Gehaltstransparenz halten sich hartnäckig? Darüber hinaus geben wir Ihnen auch gern einen Einblick in die aktuelle Entwicklung der Online-Portale und freuen uns über die aktive Mitarbeit im Rahmen einer Fokusgruppe.

Wussten Sie schon? Der Wettbewerb „German Equal Pay Award“ zeichnet Unternehmen aus, die sich in besonderer Weise für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern engagieren. Dabei richtet sich der Award nicht nur an Unternehmen, welche bereits geringe Entgeltunterschiede und deutliche Fortschritte in diesem Bereich vorweisen können, es sollen auch Unternehmen mit innovativen Ideen und Konzepten zur Umsetzung von Entgeltgleichheit ausgezeichnet werden. Wäre das was für Ihr Unternehmen?
Wir wünschen eine interessante Lektüre!




Das Projekt auf einen Blick.

Unser Ziel

Positive Leadership - Gleichbehandlung der Geschlechter fördern und fordern. Dafür begeistern wir Unternehmen in MV und stärken die Arbeitnehmer*innen von heute und morgen.
Toolbox

Übersichtliche Analysen, konkrete Handlungs-empfehlungen und Angebote zur Umsetzung von Strategien einer mitarbeiter*innen-orientierten und gleichbehandelnden Unternehmensführung.
Methodenset

Erprobte Lehrmethoden für die Schule und Workshops der Erwachsenenbildung. Zur Sensibilierung für Ungleichbehandlungen und Stärkung des Selbstbewusstseins von Mädchen und Frauen.




Was in Österreich für Arbeitgeber*innen bereits seit 2011 verpflichtend ist, setzen Unternehmen in Deutschland nur in Ausnahmefällen um. Obwohl das Gehalt zu den wichtigsten Entscheidungsfaktoren bei der Suche nach einem Job gehört, finden Kandidat*innen bisher selten Informationen zur Vergütung in Stellenanzeigen. Doch warum ist das so? Wir führen hier einige Mythen rund um das Thema Gehalt in Stellenanzeigen auf und zeigen, warum viele Bedenken ganz unbegründet sind.
Quelle: Unsplash/Elizaveta Dushechkina
»Bewerber*innen sollen nicht durch ein für sie zu geringes Gehalt abgeschreckt werden.«
Laut Studien und Umfragen der großen Recruiting-Plattformen hat die Veröffentlichung von Gehaltsprognosen keinen negativen Einfluss auf die Bewerbung der Kandidat*innen. Außerdem führt Gehaltstransparenz in Stellenanzeigen zu einer besseren Kommunikation auf Augenhöhe. Zudem tragen sie zur Überwindung des Gender Pay Gap bei. Frauen und Männer gehen mit gleichen Vorstellungen in das erste Bewerbungsgespräch und die geschlechterbedingten Gehaltsunterschiede innerhalb eines Unternehmens gleichen sich mit der Zeit automatisch an.

»Mitarbeiter*innenvorteile und Unternehmenskultur sind in Stellenanzeigen wichtiger als Gehaltsinformationen.«
Kandidat*innen wünschen sich Informationen zum Gehalt und entscheiden auf Basis der Kombination der Informationen aus harten und weichen Faktoren frühzeitig, ob die ausgeschrieben Stelle für sie attraktiv ist. Das führt zu geringeren Abbruchraten während des Bewerbungsprozesses.

»Jobsuchende bewerten ausgeschriebene Stellen nur noch nach dem Gehalt.«>
Laut der Jobstudie 2020 wünschen sich Jobsuchende zwar vor allem mehr Informationen zum Gehalt oder Gehaltsrahmen, jedoch interessieren sie sich auch für Informationen zu Arbeitszeiten und -modellen, Regelungen zum flexiblen Arbeiten oder zum zukünftigen Team.

»Mitarbeiter*innen vergleichen ihr aktuelles Gehalt mit ausgeschriebenen Gehältern.«>
Wenn Unternehmen Angst haben, dass Mitarbeiter*innen sich nach anderen Stellen umschauen, sollten zunächst die internen Gehaltsstrukturen überdacht werden. Denn Mitarbeiter*innen, die Stellenanzeigen beobachten, sehen vermutlich bereits Verbesserungsbedarf im eigenen Unternehmen. Daher sollten Unternehmen die Gehaltstransparenz dazu nutzen, um die internen Gehaltsstrukturen zu überarbeiten und durch Transparenz und faire Gehälter die Vertrauenskultur zu stärken.
Quelle: Stepstone.de
Die Bundesstiftung soll sich „wissenschaftlich fundiert insbesondere Fragen der gerechten Partizipation von Frauen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft widmen.“
Die Bundesregierung hat in ihrer Formulierungshilfe vorgeschlagen, die Bundesstiftung mit folgenden Aufgaben zu betrauen:
  • MEHR WISSEN
    Wir wissen schon viel über Gleichstellung. Aber damit sich das Wissen verbreitet, muss man es leicht finden können. Daher soll die Stiftung leicht verständliche und gut aufbereitete Informationen zum Stand der Gleichstellung in Deutschland bereitstellen.
  • MEHR AKTION
    Die Bundesstiftung soll die praktische Gleichstellungsarbeit von Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft stärken. Sie soll zum Beispiel Gleichstellungsbeauftragte dabei unterstützen, Aktionspläne zur Gleichstellung vor Ort aufzustellen. Zudem soll sie die Bundesregierung bei der Umsetzung der ressortübergreifenden Gleichstellungsstrategie beraten und ihren Ausbau begleiten.
  • MEHR INNOVATIONEN
    Bürgerinnen und Bürger haben viele innovative Ideen. Verbände entwickeln kluge Konzepte für eine gleichberechtigtere Gesellschaft. Die Stiftung soll ein Ort sein, an dem neue Ideen gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden.

Fragen zum Projekt?
Schreiben Sie uns eine Email an diana.wienbrandt@isbw.de

ISBW gGmbH
Markt 12
17235 Neustrelitz

www.isbw.de

Das Projekt wird gefördert von der Europäischen Union und dem Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern.
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